Victoria Avila

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Die Schweizerin Victoria Estefania Avila hat spanisch-italienische Wurzeln und ihre künstlerische Begabung verschaffte ihr schon im Alter von 14 Jahren einen Atelierplatz in einer Künstlergemeinschaft. Der Weg in die Kunst war klar und so folgte nach Schulabschluss ein Studium an der Hochschule Luzern, das sie 2003 mit einem BA of Arts abschloss. Es folgten Jahre des kreativen Schaffens. 2013 entschied sich Victoria Avila ihr grosses Interesse für asiatische Kunst zu vertiefen und studierte ostasiatischer Kunstgeschichte, das sie ebenfalls mit einem BA of Arts abschloss und soliden Kenntnissen der japanischen Sprache. 

 

Einmal jährlich kuratiert Victoria eine Gruppenausstellung in der Galerie 16b in Zürich, wo ihre eigenen Arbeiten Teil der Ausstellung sind.

Bei Kunst im Garten stellen wir Teile aus ihrer Kollektion HOLY vor. 


«Der süditalienische Katholizismus hat meine Bildsprache stark geprägt. Meine Spielereien mit den christlichen Ikonografien gleichen einer Neuwertung, denn als „Ungläubige“ habe ich diese Bilderwelt neu verwoben. Durch die Technik der geflochtenen Fotografie übersetze ich diese ins Physische.

Was für den einen Zerstörung bedeutet, ist für andere ein Neuaufbau, und oft wird mit und auf den Trümmern des Alten wieder aufgebaut. So wirken meine Heiligen durch ihre verzerrte Gestalt für gläubige Katholiken wie Götzenbilder, und meine Verwandten bezeichnen sie als pure Blasphemie. In Wirklichkeit aber ist es eine Neuinterpretation von Ikonen, welche sich bereits in meiner Kindheit in mein Bewusstsein gebrannt haben.


Im Gegensatz zur Blasphemie, welche bewusst verletzend und höhnisch herabschauend ist, ist meine Haltung von Liebe geprägt. Ich habe die zerstörten Bilder behutsam neu zusammengeflochten. In dieser Geste finden sich alle positiven Aspekte der süditalienischen Traditionen, welche ich in mir trage: der Zusammenhalt der Familie, der Respekt gegenüber Älteren und natürlich die Schönheit des Südens.»